Gewinner Franken Challenge 2010
Robin Haase gewinnt Einzelkonkurrenz gegen Tobias Kamke. Der Doppeltitel geht an das jamaikanisch-australische Duo Dustin Brown/Rameez Junaid.

- Robin Haase freut sich über den Sieg bei der "Franken Challenge" und möchte im nächsten Jahr seinen Titel verteidigen.
Rückblick 2010
Ein Streifzug durch eine Turnierwoche der Superlative
Sonntag, 31. Mai – Die Qualifikation des Fürther ATP-Challengers ist sensationell gut besetzt. Mit dem Argentinier Eduardo Schwank steht die Nummer 81 der ATP-Weltrangliste an der Spitze des 32er-Feldes. Da Louk Sörensen (IRL, ATP 588) der letzte Spieler ist, der direkt in das Draw aufgenommen wird, ist der Qualifikationswettbewerb des Fürther-Traditions-Challenger mit dem der mit 450 000 Euro dotierten BMW Open in München qualitativ nahezu identisch. Für eine Beinahe-Sensation sorgt das bayerische Talent Marc Sieber, das sich dem haushohen Favoriten Eduardo Schwank erst nach drei Stunden geschlagen geben muss. Premiere abseits der Plätze: Erstmals in der 31-jährigen Turniergeschichte müssen die ausgeschiedenen Profis Dopingkontrollen über sich ergehen lassen.
Montag, 1. Juni – Nach dem Auftakttag, der wegen der 24 zu bestreitenden Erst- und Zweitrundenpartien auch gerne als „Großkampftag“ bezeichnet wird, geht es in der Coubertinstraße am Pfingstmontag etwas beschaulicher zu. Bei sommerlichen Temperaturen können sich Eduardo Schwank (ARG), Ex-Schickedanz-Open-Champion Peter Luczak (AUS), Thiemo de Bakker (NED) und Louk Sörensen (IRL) für das Hauptfeld der Schickedanz Open qualifizieren. Das sehr große Zuschauerinteresse der ersten beiden Turniertage zeigt, dass Tennis in Mittelfranken zu den absoluten Lieblingssportarten zählt.
Dienstag, 2. Juni – Das extrem stark besetzte Hauptfeld der Schickedanz Open verspricht einen Tennistag der Superlative. Mit Teimuraz Gabashvili und Vorjahressieger Daniel Koellerer wird das Einzel-Draw von zwei Top 100-Spielern angeführt. Auf den weiteren Plätzen der Setzliste folgen Simon Greul (GER), Roko Karanusic (CRO), Santiago Ventura (ESP), Santiago Giraldo (COL), Ruben Ramirez-Hidalgo (ESP) und Daniel Brands (GER). Obwohl Koellerer, der mit dem Auto aus Wien anreist, nur knapp vor Beginn seines Erstrundenmatches in Fürth eintrifft, kann er seine Auftaktpartie gegen den Franzosen Olivier Patience problemlos gewinnen. Florian Mayer, einer von insgesamt vier ehemaligen Fürth-Siegern im Hauptfeld, muss zur Enttäuschung von Zuschauern und Veranstaltern zu Beginn des dritten Satzes verletzungsbedingt gegen Pere Riba (ESP) aufgeben.
Mittwoch 3. Juni – Neben vier Einzelpartien werden die Erstrundenbegegnungen der Doppelkonkurrenz ausgetragen. Packende Ballwechsel und kleinere emotionale Ausbrüche auf den Plätzen sorgen auf den sehr gut besetzten Zuschauertribünen für den einen oder anderen Beifallssturm. Im Einzel können sich die beiden topgesetzten Spieler Gabashvili und Koellerer in die nächste Runde spielen. Auch der bayerische Nachwuchsstar Daniel Brands dringt ungefährdet in die nächste Runde vor. Mit vielen taktisch raffinierten Spielzügen wird das Doppel zwischen Daniel Koellerer(AUT)/Frank Moser (GER) und Peter Torebko/Jean Zietsman (beide GER) zum sportlichen Glanzlicht des Nachmittags. Das Highlight des Abends bildet die Players‘ Party; bei Live-Musik feiern Profis und Teammitglieder auf der Clubterrasse „so richtig ab“.
Donnerstag, 4. Juni – Ein in Fürth bislang völlig unbekannter Argentinier, Juan Pablo Brzezicki, in der Players‘ Lounge liebevoll nur „die Breze“ genannt, vernichtet mit präzisem Grundlinienspiel die Titelhoffnungen von Denis Gremelmayr. Die ehemaligen Schickedanz-Open-Sieger Jiri Vanek (CZE) und Peter Luczak (AUS) schaffen, mit Unterstützung ihrer Familien, den Sprung in das Viertelfinale. Und auch im Doppel kann Luczak überzeugen – gemeinsam mit seinem Landsmann Joseph Sirianni befördert er die an Position zwei gesetzte Paarung Daniel Koellerer/Frank Moser aus dem Wettbewerb.
Freitag, 5. Juni – Im Viertelfinale treffen der letzte verbliebene Deutsche im Feld, Daniel Brands, und der Österreicher Daniel Koellerer aufeinander. Vor voll besetzten Rängen kann sich der Niederbayer gegen den in der Weltrangliste über 50 Plätze besser eingestuften „Mini-McEnroe“ behaupten – und verweigerte ihm, ob seines unsportlichen Verhaltens, den traditionellen Handshake am Netz. In umkämpften Begegnungen können sich der topgesetzte Russe Gabashvili und die sehr guten Freunde Luczak und Brzezicki für das Halbfinale qualifizieren. Mit überzeugenden Leistungen ziehen das an Position eins gesetzte spanische Duo Ruben Ramirez-Hidalgo/Santiago Ventura und die deutsch-italienische Paarung Simon Greul/Alessandro Motti in das Doppelfinale ein.
Samstag, 6. Juni – Regen, Regen und noch mehr Regen. Während die Schlechtwetterfront bei Zuschauern und Organisatoren für missmutige Gesichter sorgt, lassen sich die Profis davon nicht beirren. In den Halbfinalpartien, die aufgrund der Witterungsverhältnisse parallel ausgetragen werden, zeigen die Profis Tennis der Extraklasse. An Spannung kaum zu überbieten ist die Begegnung zwischen Brands und Brzezicki. Nachdem Brands mehrfach alle Vorteile auf seiner Seite hat, unter anderem mit 4:2 und 6:5 führt, muss er sich am Ende im Tiebreak des dritten Satzes, auch hier hatte er bereits mit 5:2 geführt, geschlagen geben. Qualifikant Luczak dominiert das andere Halbfinalspiel und wirft den favorisierten Gabashvili aus dem Wettbewerb.
Sonntag, 7. Juni – „Schickedanz Open mit hochklassigem Tennis –aber leider ohne deutschen Sieger“ – so lautet das Fazit nach dem Doppelfinale, das Ruben Ramirez-Hidalgo/Santiago Ventura (beide ESP) im Matchtiebreak gegen Siomon Greul(GER)/Alessandro Motti (ITA) gewinnen. Der Auftritt der beiden 60er-Nachwuchscracks Max Hahner und Nino Stettner, die auf dem Centre Court das Endspiel des Tennis-Point Midcourt-Cup bestreiten, wird vom tenniskundigen Publikum mit viel Beifall bedacht. Anschließend gelingt es Luczak – nach Balasz Tarocy (1979-1981) und Christian Ruud (1995 und 1998) – als drittem Spieler, sich mehrfach in der Siegerliste des Fürther-Traditions-Challengers zu „verewigen“. In einem durch mehrere Regenpausen zerstückelten Finale überzeugt er mit soliden Grundschlägen und ausgezeichneter Beinarbeit, so dass sein guter Freund Brzezicki nur selten seinen Spielrhythmus findet. Im Rahmen der Siegerehrung bedankt sich Luczak beim Organisationsteam der Schickedanz Open für eine perfekt durchgeführte Veranstaltung und krönt die Turnierwoche mit den Worten: „Dies ist eines der besten Challenger-Turniere weltweit, wenn nicht das Beste“.
Rückblick auf Schickedanz Open
Mehr Informationen zu den Schickedanz Open finden Sie unter www.schickedanz-open.com.









